Recht

Gewährleistung und Garantie: der Unterschied

Gewährleistung ist gesetzlich vorgeschrieben, Garantie ist freiwillig. Das verwechseln viele, auch Kunden.

Gewährleistung

Gesetzlich, 2 Jahre bei neuer Ware an Verbraucher. Der Händler haftet für Mängel, die schon bei Übergabe da waren. Zeigt sich ein Mangel im ersten Jahr, wird vermutet, dass er schon bei Übergabe da war (Beweislastumkehr, seit 2022).

Rechte des Kunden

Zuerst Nacherfüllung: Reparatur oder neue Ware. Klappt das nicht: Rücktritt, Minderung oder Schadensersatz.

Garantie

Freiwilliges Versprechen, meist vom Hersteller. Die Bedingungen legt der Garantiegeber fest. Die Gewährleistung gilt trotzdem weiter.

Unter Kaufleuten

Beim zweiseitigen Handelskauf muss die Ware unverzüglich geprüft und ein Mangel unverzüglich gerügt werden (§ 377 HGB).

💡Merksatz: Gewährleistung muss, Garantie kann.

Teste dich

Eine Kundin kauft neue Ware im Laden.: Wie lange gilt die gesetzliche Gewährleistung?

2 Jahre. Bei neuer Ware an Verbraucher: 2 Jahre ab Übergabe.

Verbrauchsgüterkauf: Wie lange wird vermutet, dass ein Mangel schon bei Übergabe da war?

1 Jahr. Seit 2022 gilt die Beweislastumkehr 1 Jahr. Danach muss der Kunde beweisen, dass der Mangel schon da war.

Zwei Kaufleute schließen einen Kaufvertrag (zweiseitiger Handelskauf).: Wann muss ein offener Mangel gerügt werden?

Unverzüglich. § 377 HGB: Ware unverzüglich prüfen und Mängel unverzüglich rügen, sonst gehen die Rechte verloren.

Mehr Fragen im Quiz →

Geh nicht unvorbereitet in die mündliche Prüfung.

Die 20 häufigsten Fragen im Fachgespräch mit Musterantworten, kostenlos als PDF.

Gratis-PDF holen →